20.06.2015

Besuch des Römermuseums Schwarzenacker

Mitglieder des Heimatvereins Oberwürzbach haben am Samstag, 20.06.2013 das „Römische Freilichtmuseum von Homburg- Schwarzenacker besucht.


Man konnte an diesem Nachmittag viel über die Geschichte unserer näheren Heimat erfahren. Zunächst startete der Besuch mit der Besichtigung des barocken Edelhauses, welches im Erdgeschoss eine spätbarocke Gemäldesammlung zeigt. Die Gemälde waren Auftragsarbeiten der des Zweibrücker und Karlsberger Herzoghofes. Die Bilder waren in den Wirren der Französischen Revolution nach München gelangt und haben jetzt hier als Dauerleihgabe der Bayrischen Staatsgemäldesammlung den Weg in die alte Heimat gefunden.


Im Obergeschoss sind Funde von handwerklichen und künstlerischen Objekten aus der Römerzeit dargestellt.


Nach der Besichtigung der Ausstellungen im Edelhaus fand eine Führung durch das Freilichtmuseum statt.


Um Christie Geburt wurde die Handelsstadt auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Schwarzenacker unter Kaiser Augustus gegründet. Zerstört wurde sie im Jahre 276 n.Chr. durch einen Überfall der Alemannen. Die Stadt lag an verkehrstechnisch wichtigen Handelsstraßen, nämlich von Straßburg nach Mainz sowie nach Trier. Man nimmt an, dass hier einmal bis zu 2000 Kelten und Römer in friedlicher Koexistenz gelebt, Handel getrieben und gearbeitet haben.


Heute ist die ursprüngliche Siedlung in Teilen als Freilichtmuseum aufgebaut. Man kann gut die alten Straßenzüge mit ihren aufwändigen Kanalisationssystemen erkennen. An den rekonstruierten Bauten kann man sich ein gutes Bild der damaligen Lebensverhältnisse machen.


Nach der Führung gab es noch einen „römischen Imbiss“. Dieser bestand aus mit Honig gesüßtem Wein, einer Käse- Kräutermischung, sowie mit Honig gesüßten und Nüssen gefüllten Feigen,so wie schon die Römer gegessen hatten.


Abschließend war man der Meinung, dass viele die schönen und kulturell bedeutsamen Dinge der näheren Heimat nicht unbedingt gut kennen. Das will der Heimatverein für die Zukunft im Auge behalten und hier durch seine Exkursionen Abhilfe schaffen. Denn es gilt: „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“

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