Knappen- und Hüttenverein Oberwürzbach

Die Mitglieder des Knappen- und Hüttenvereins Oberwürzbach anläßlich des 25- jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Radebeul- St. Ingbert im Jahr 2014 im Kuppelsaal des Rathauses von St. Ingbert.

Erinnerung an den Bergbau

Statuten des Knappen- und Hüttenvereins Oberwürzbach

Statuten vom 31.01.1965

§ 1

Zweck des Vereins.

Der Knappen und Hüttenverein vereinigt in sich die Berg und Hüttenarbeiter der Gemeinde Oberwürzbach. Gewünscht ist, das auch andere Arbeiter und Männer der Gemeinde dem Verein beitreten können.

§ 2

Aufgaben des Vereins.

Der Verein will das Gefühl der Zugehörigkeit der Arbeiter und Männer pflegen, die Mitglieder religiös weiterbilden, alle Fragen des Berufs klären und die Probleme des vielschichtigen privaten und öffentlichen Lebens behandeln.

§ 3

Versammlungen.

Grundsätzlich versammelt sich der Verein vierteljährig am 2. Monatssonntag. Die Versammlung im Januar gilt als Generalversammlung mit Rechnungsablage.

§ 4

Veranstaltungen.

Das Patronatsfest, das Fest der hl. Barbara am 4. Dezember wird von den Mitgliedern feierlich begangen. Am Morgen findet Kirchenparade und Generalkommunion statt. Am Nachmittag weltliche Feier. 2 Knappen in Uniform werden dem H. Präses an diesem Tag ministrieren. An Fronleichnam stellen sich wenigstens vier Mitglieder in Knappenuniform für den Traghimmel zur Verfügung.

§ 5

Vereinsvorstand.

Die Mitglieder wählen sich alle 3 Jahre in der Generalversammlung geheim eine Vorstandschaft von 6 Mitgliedern. Der 1. Vorstand wird im gleichen Wahlgang durch Stimmenmehrheit ermittelt. Der 2. Vorstand, der Kassierer und der Schriftführer werden von der Versammlung gewählt. Scheidet unter der Zeit des 1. Vorstand aus irgend einem Grunde ein Vorstandsmitglied aus, so hat eine außerordentliche Generalversammlung die fehlenden Vorstandsmitglieder zu ergänzen. Die Vorstandschaft erledigt die anfallenden Geschäfte des Verein nach außen gegenüber den Behörden. Der 1. Vorstand beruft und leitet die Versammlungen und überhaupt das lebendige und lebende Bindemitglied zwischen Mitgliedern und Präses, der ordentliches Mitglied ist.

§ 6

Beiträge.

Der Mitgliederbeitrag ist für alle Mitglieder 1,-- DM monatlich. Ein ausscheidendes Mitglied hat keinen Anspruch auf Entschädigung. Löst der Verein sich auf, so fällt das Vermögen der Kirchenkasse zu.

§ 7

Auflösung.

Der Verein gilt als aufgelöst, wenn die Mitgliederzahl unter 7 herabsinkt.

Präses : Pfarrer Oberhauser. 1.Vorstand: Peter Schmitt  2.Vorstand: Hans Usner

Schriftführer: Hans Schmitt  Kassierer: Alfred Sommer und  Raimund Uhl.

Beisitzer: Wilhelm Uhl, Ludwig Wirtz, August Hauck.

Anfahrtsgebet der Bergleute

 

Wir richten, eh wieder niederfahren

den Blick, oh Gott empor zu Dir.

O woll uns Herr getreu bewahren,

laß wiederkehren uns nach hier.

 

Schließ auf den Stollen Deiner Liebe,

Den finstren Schacht, in dem wir bauen,

Schirm uns vor Ort und im Betriebe,

laß fromm und treu uns Dir vertrauen.

 

Herr segne Streben, Schacht und Stollen,

Bewahre uns vor Flut und Brand.

Herr, dem wir treu gehören wollen,

 

Du hast die Welt in Deiner Hand.

Die Geschichte der Heiligen Barbara

Sankt Barbara, die Schutzheilige der Bergleute.

 

Der christlichen Legende nach ist die Heilige Barbara von Ihrem heidnischen Vater,

 in einem Turm gefangengehalten worden, um Sie vom Glauben abzubringen.

 

Sie flüchtete aber zu den Bergleuten in deren finsteren Stollen.

 

Schließlich konnte Sie die Dunkelheit nicht mehr ertragen, und Sie flüchtete durch eine Bergspalte.

 

Sie fand Unterschlupf bei einem Hirten, der Sie jedoch an den Vater verriet.

 

Sie wurde von einem Gericht zum Tode verurteilt.

 

Im Jahre 306 nach Christus starb Sie den Märtyrertod.

 

Der eigene Vater enthauptete Sie und dieser wurde anschließend vom Blitz getroffen.

 

Sie war die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros, lebte in Nikomedia, dem heutigen Izmir in der Türkei.

 

Das früheste Zeugnis für Ihre Verehrung im Abendland, bildet ein Pfeilerfresko von

705 nach Christus in der Kirche Santa Maria Antiqua in Rom.

 

Ihre Reliquien kamen um 1000 nach Christus nach Venedig und von dort nach Tor Cello.

 

Als Grubenname im Bergbau taucht Barbara in Tirol seit dem frühen 14 Jahrhundert auf.

 

Der Barbaratag am 04.12. wird seit dem 17 Jahrhundert in Europa gefeiert.

 

Dargestellt wird die Heilige mit dreifenstrigem Turm, Kelch, Hostie, Schwert und Fackel.

 

In unserer Kirche wird Sie mit einem eigenen Altar verehrt.

 

Unsere Bergleute stiften jedes Jahr eine Kerze.

  

 
Verehrung der Heiligen Barbara in unser Kirche

Die Bedeutung der Festtracht der Bergleute

Der Bergkittel gehört – wie auch der Bergmannsgruß „Glück auf“, das Steigerlied und das Symbol von Schlägel und Eisen – zum gelebten Brauchtum der Bergleute.

 

Naht um Naht ein Stück Tradition.

 

Die symbolische Bedeutung der prachtvollen Tracht.

 

Das schwarze Tuch steht für die Dunkelheit der Gruben.

Die goldenen Knöpfe symbolisieren die Sehnsucht der Bergleute nach dem Tageslicht.

Der Stehkragenspiegel weist auf den Dienstgrad des Bergbeamten hin und der

neunzackige Pelerinkragen steht für die neunjährige Gefangenschaft der Heiligen Barbara.

29 Knöpfe mit Schlegel und Eisen weisen auf 29 Lebensjahre der Heiligen hin.

Die 3 Ersten offenen Knöpfe an der Knopfleiste erinnern an die Gefangenschaft der Heiligen in einem Turm mit 3 Fenstern und symbolisieren die Heilige Dreifaltigkeit.

 

Zopfborten, die früher aus Reservedochten der Öllampen gefertigt wurden, dienen der Verzierung unterschiedlichster Art.

 

Am Schachthut und dessen Federbusch erkennt man die Zugehörigkeit zum Verein.

 

Weste, Krawatte, Bergleder, Häckel und Schwert vervollständigen die Festtracht.

 

Der Bergkittel, für die Bergdirektoren gibt es den Bergfrack, besteht aus ca. 45 Einzelteilen plus Innenfutter.

 

Die Tracht wird zu Konzerten, privaten und kirchlichen Ereignissen, am Barbaratag,

zu Beerdigungen und zu Jubiliarehrungen getragen.

 

Die Festtracht der Bergleute ist ein wesentlicher Bestandteil der Brauchtumspflege

und wird von jedem Bergmann mit Stolz getragen.

 

Eine Tracht zeigen wir im Heimatmuseum.

 

Meilensteine des Bergbaus an der Saar

1751 – 1793             Staatlicher Abbau im Fürstentum Nassau-Saarbrücken.

                                Beginn systematischer Kohlengewinnung.

 

1793 – 1815            Regiebetrieb der République Francaise.

                               Erfassen der Lagerstätten

                               In großen Kartenwerken. ( Duhamel-Atlas )

 

1815 – 1919            Saargruben preußisch, außer Sankt Ingbert u.

                               Mittelbexbach zu Bayern.

                               Neue industrielle Errungenschaften:

                               Dampfmaschine,

                                Eisenbahn,

                                 Saarkohlekanal.

 

1919 – 1935             „Mines Domaniales Francaises de la Sarre“ ist

                                Betreiber der Gruben.

                                Entwicklung der Gruben zu leistungsfähigen

                                Förderanlagen.

 

1935 – 1945            Reichsaktiengesellschaft Saargruben AG.

                               Gruben als „Motor“ der Eisenerz erzeugenden

                               Industrie.

 

1949 – 1957            Französische Verwaltung durch die

                               „Régie des Mines de la Sarre“.

                                Zeit des Wiederaufbaus.

 

1957 – 1998            Saarbergwerke AG, Eigentümer Bund und Saarland.

                               Wechselvolle Geschichte: Kohlekrise,

                               „Renaissance der Kohle“.

                                Rückzug des Bergbaus. Entscheidung für

                                Atomkraftwerke.

 

1998 - 2008             RAG Aktiengesellschaft übernimmt Saarbergwerke AG.

                               Konzentrierung des Bergbaus an der Ruhr und an der

                               Saar in der

                                Deutsche Steinkohle AG, Optimierung

                                des Rückzugs.

                                Entscheidung gegen Atomkraftwerke,

                                für Solarstrom u. Windkraftwerke.

 

2008 – 2008            Vorzeitiges Ende des Bergbaus wegen

                               Grubenbeben beschlossen.

 

30.06.2012               Schicht im Schacht – Trotz konkurrenzfähigen

                                Weltmarktpreisen.

Nützliche Links zur Steinkohle, zum Bergbau und den Bergbaumusen

Offizielle Seite der RAG: www.rag-deutsche-steinkohle.de

 

RAG Immobilien: www.rag-montan-immobilien.de  

 

Gesamtverband Steinkohle: www.gvst.de

 

Geschichte des Saarbergbaus: www.saarbergbau.de

 

Förderverein Bergbauerbe Saar: www.bergbauerbesaar.de

 

Saarländische Bergbaumuseum:         www.saarl-bergbaumuseum-bexbach.de

 

Besucherbergwerk Velsen: www.erlebnisbergwerkvelsen.de

 

Besucherbergwerk Sankt Ingbert: www.rischbachstollen.de

 

Bergwerke der Region: www.deicke-online.de

 

Landesverband Bergbaubetroffener: www.IGAB-SAAR.de

 

Das Erbe des Bergbaues sichern: www.bergbaumuseum.de/web/montandok

 

Besucherbergwerk in Bochum: www.bergbaumuseum.de  

 

Knappschaft: www.kbs.de   

 

Saar-Knappenchor: www.saarknappenchor.de  

 

Bergkapelle: www.bergkapelle-rag-saar.de

 

Gewerkschaft IGBCE: www.saarbruecken.igbce.de  

 

Delf Slotta Industrie / Landesgeschichte: www.delfslotta.de

 

Industriefotografie: www.hfinster.de

 

Erinnerungskultur : www.bergbauerbesaar.de         

 

Das Erbe im Netz - Staatskanzlei des Saarlandes, Open Gallerie: www.google.com

 

 

Nützliche Links zu den Grundlagen der Eisen und Stahlindustrie.

 

www.stahl-online.de         www.faszination-stahl.de             www.steeluniversity.org

 

www.otuA.org

 

 

Die Materialsammlung rund um das Thema Bergbau wurde von Hans -Josef Meyes zusammengestellt.