Aktivitäten der Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins

20.02.2019

Alles Picobello – oder was?

Ja, schön hätte ich es schon gerne in der Natur, sauber und gut anzusehen. Mensch, jetzt laufe ich hier durch den Wald und schon wieder hat jemand einfach achtlos oder mit Absicht etwas weggeworfen. Im Stillen ärgere ich mich, dass es da liegt, aber was mache ich? Mit einem wütenden Grollen gehe ich weiter. Aber nicht lange, und ich stoße schon wieder auf Unrat. Solche Umweltsünder müsste man direkt auf der Stelle bestrafen und die müssten selbst einen Wald aufräumen oder irgendwo Kaugummi entfernen. Oft habe ich mir schon vorgenommen, einfach einen Müllsack mitzunehmen und alles „Unschöne“ einzusammeln um es am nächsten Mülleimer fachgerecht zu entsorgen. Aber irgendwie bleibt es immer beim Vorhaben. Gut, dass es den Picobello-Tag gibt! Einfach mal ein Ansatz, an einem Tag im Jahr mit seinem Grollen im Bauch und dem Unrat aufzuräumen.

Wie froh bin ich, dass der Obst- und Gartenbauverein Oberwürzbach 2018 dieses Jahr mitmachen möchte und noch ganz viele Freiwillige sucht. Da mache ich endlich mal mit. Das ist ein Termin, den trage ich mir einfach in meinem Terminkalender ein und dann bin ich ja auch nicht alleine unterwegs. Nein, das wird bestimmt kurzweilig werden. Und mit lieben Menschen zusammen ist das auch keine „unangenehme Sache“. Übrigens werden Handschuhe und Müllsäcke von der Gemeinde gestellt. Ich brauche also nichts von zu Hause mitzubringen, sondern ich muss lediglich da sein und etwas Zeit mitbringen.

Ich bin fest überzeugt, dass es am Ende der Aktion ein gelungener Tag sein wird und ich innerlich wie äußerlich aufgeräumt haben werde. Außerdem bin ich mir sicher, dass wir anschließend noch einen darauf trinken werden, zusammen für eine gute Sache eingestanden zu haben.

Ach ja, Treffpunkt ist übrigens am Samstag, dem 30. März 2019, um 10 Uhr am Bürgermeisteramt. Es wäre schön, wenn Ihr Euch kurz anmelden würdet, damit wir wissen, wie viele Handschuhe und Müllsäcke gebraucht werden.

Also… Picobello… Fertig… Los!

Euer OGV 

10.02.2019

Schnaps-/Likörverkostung beim OGV Niederwürzbach 

Als wir auf dem Parkplatz neben dem Obst- und Gartenbauverein Niederwürzbach ankamen und um die Ecke bogen, empfing uns schon der Duft der gärenden Maische. Wir öffneten die Tür und traten in das Gebäude ein. Sehr herzlich wurden wir dort empfangen und es gab ein großes Hallo! Nach dem Vorstellen der organisierenden Engel des Vereins unterhielt man sich über das Vereinsleben und über Aktivitäten. Nachdem alle Teilnehmenden anwesend waren, begrüßte uns die 1. Vorsitzende, Friederike Düthorn, und nicht nur sie versprach einen verheißungsvollen Abend. Zum Einstand wurden wir direkt mit einer Runde Apfelschnaps und Dornfelderlikör verwöhnt. Der Brennmeister Alfred Lerch hatte den Kessel bereits seit 14 Uhr am brennen, da drei Brände für diesen Tag angemeldet waren. Beim dritten und letzten Brand durften wir gespannt seinem Bericht lauschen und zusehen, wie die Maische vom Fass in die Brennblase durch einen Schlauch gepumpt wurde. Doch zuerst erklärte er uns, wie die Maische richtig angesetzt wird. Wie bei allen Dingen ist die Sauberkeit oberstes Gebot. Die Maischefässer sollten sauber sein, das Obst gereinigt und von Stielen und Blättern befreit. Zudem sollte das Maischefass innerhalb weniger Tage gefüllt sein, da sonst die erste bereits gärende Befüllung durch die zweite gestört oder gar zerstört werden kann. Hefe wird zugesetzt, durch das Gären wird Zucker frei, was den Gärungsprozess anfacht. Fruchtfliegen können im Sommer Essigsäure produzieren, deshalb stets verschließen. Sobald das Maischefass gefüllt ist, sollte es nicht mehr geöffnet werden, da das CO² als wichtige Schutzschicht vor dem Zerfall schützt und das ganze kann dann eigentlich ohne Probleme einige Monate überstehen, ohne zu kippen. Der Gärspund gibt die ausweichenden Gase frei und hierüber lässt sich dann auch der Öchslegrad messen, um den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln.

Zwischendurch wurden uns Pizzahäppchen gereicht, die von Silvia Bubel, Birgit Klicker und Lore Stolz liebevoll belegt waren. Von Klaus Ruffing wurden wir mit Getränken versorgt. Da blieb kein Wunsch offen! 

Zurück beim Brennen erklärten uns abwechselnd der 1. Vorsitzende, Manfred Bubel und der Brennmeister Alfred Lerch, wie das Wasser erhitzt wird, langsam und konstant und dass der Alkohol über die Glockenböden mit den Schaugläsern nach oben verdampft und dann, nach einer Weile, als Vorlauf durch den Kühler läuft und aus der Vorlage tropft. Der Vorlauf ist ungenießbar und enthält Methanol, Ester und andere chemische Elemente und überhaupt baut alles auf Chemie und Biologie auf. Verwendet wird nur der Mittellauf und bei dem wird dann auch entschieden, wieviel Umdrehungen er hat. Der OGV Niederwürzbach brennt seine Brände meist bei 40 vol. %.

Nach der Einführung in die Materie der Schnapsbrennerei durften wir uns auf Spießbraten mit Kartoffelsalat und weitere edle Brände und Liköre freuen. Nach einvernehmlichen Gesprächen wird es wohl in nächster Zeit wieder ein „Hallo“ mit den Niederwürzbachern geben. Nach einem feucht-fröhlichen Abend und dem Kauf der gekosteten Mundschmeichler machten sich nach einem wunderschön verlebten Abend und sicherlich in allerbester Laune alle auf den Weg nach Hause.

Bericht: Sabine Jost; Fotos: Friederike Düthorn

11.01.2018

Baumschnittkurs

Auf vielfachen Wunsch haben wir gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule einen Baumschnittkurs organisiert. In diesem Kurs geht es hauptsächlich um das Schneiden von jungen und mittelalten Bäumen. Bei weiterem Interesse werden wir für die Zukunft auch einen Kurs organisieren, welcher sich mit dem Thema "alte Bäume" befassen wird. Beides zusammen sprengt aber den zeitlichen Rahmen.

Dozent ist Herr Harry Lavall.

Theorie    Donnerstag    21.02.2019    19:30 Uhr    altes Bürgermeisteramt Oberwürzbach

Praxis        Samstag        23.02.2019     13:30 Uhr    Montessori Grundschule Oberwürzbach

Die Kosten dieses Kurses für Mitglieder trägt der Verein.

Wir bitten um schriftliche Anmeldung per Mail oder Telefon.

 

Wer sich evtl. für die radikalere Form der Baumpflege entscheiden muss und hier noch keine entsprechenden Erfahrungen mit einer Motorsäge gemacht hat, für den hat unser Verband entsprechende Plätze in verschiedenen Motorsägenkursen reserviert. Weitere Informationen entehmt ihr bitte den entsprechenden Anhängen. Die Anmeldung für diese Kurse hat in Eigenregie zu erfolgen.

Mobile Waldbauernschule

Anmeldeformular Motorsägenkurs

18.10.2018

Sauerkraut-Workshop 

Am 11. Oktober war es soweit. Unsere erste Veranstaltung unter dem Motto „Sauerkraut – Einmachen in Gläser“ mit Referent Harry Laval fand in der Küche der Montessori-Schule statt.

Zahlreiche Interessierte fanden sich zu diesem Thema zusammen.

Herr Laval brachte eine große Stiege – gefüllt mit Weißkohl, seine Krautreibe und einen Bottich mit, um uns in die Kunst des Sauerkrautfermentierens einzuführen.

Nach einer kurzen Einführung rollten auch schon die ersten Köpfe und fleißige Hände schnitten den Kohl, sodass sogleich mit dem Hobeln auf der großen Reibe begonnen werden konnte. Aber zuerst wurde die neu erworbene, vereinseigene Reibe eingeweiht, die übrigens auch an interessierte Mitglieder ausgeliehen werden kann.

Vereinsmitglieder brachten ihre eigenen Küchenreiben mit und so hörte man emsiges Reiben und freudiges Lachen. Nachdem der Kohl gerieben war, wurde die erste kleine Menge mit Salz angestampft um die Struktur des Kohls aufzuspalten und Flüssigkeit aus dem Kohl zu ziehen. Mit einem riesigen Vierkantholz wechselten sich die Mitglieder ab, da es den Schweiß aus den Poren trieb. Nach und nach wurde der restliche gehobelte Kohl unter die bereits angestampfte Menge gemischt. Um die Milchsäurebakterien mit in die Masse zu integrieren, wurde Brottrunk zugemischt. Praktisch als Beschleuniger.

Endlich war das Weißkraut soweit, dass es in Gläser abgefüllt werden konnte. Der Verein stellte Gewürze zur Verfügung und die Anwesenden füllten nach eigenen Wünschen ihre Gläser ab. Geachtet werden musste darauf, dass die Gläser, in denen das Sauerkraut fest eingestampft wurde, nicht zu voll wurden und sich Flüssigkeit oben befand. 

Nun darf man gespannt sein, was sich in sechs Wochen in den Gläsern tut. Zuerst muss es ca. 1 Woche warm im Zimmer stehen, damit es gärt, um anschließend im kühlen Keller seinen Platz zu finden. Sechs Wochen ist die Mindestwartezeit vor dem Verzehr. Je länger es zieht, desto besser und saurer wird es. 

Und so werden wir uns zurückmelden, wie denn die ersten Geschmacksproben angekommen sind. Auf jeden Fall war es ein gelungener Abend und nachdem sich unsere erste Vorsitzende, Friedericke Düthorn, bei Herrn Laval bedankte, waren sich alle einig. Es war ein schöner, informativer Abend.

Bericht: OGV 2018

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