Aktivitäten der Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins

30.03.2019

Das war Picobello 2019

Für mich war es „Das erste Mal“ beim Picobello und so grün, wie ich hinter den Ohren war, wollte ich nicht so viele Müllsäcke mitnehmen, denn es passt ja schon so einiges in einen Sack hinein. Dass der aber bereits nach ganz kurzer Zeit so schwer wurde, aufgrund der vielen Flaschen, die achtlos herumlagen, das war unglaublich. Dabei war es „toll“, wenn die Flaschen ganz waren und nicht in tausend Scherben zerborsten. Was meiner Mitsammlerin Susanne und mir auf den Seitenstreifen vom Hirschental aus in Richtung Reichenbrunn und Oberwürzbach vermehrt auffiel. Es waren viele leere Gläser mit löslichem Kaffee und gerne auch Spirituosen. Des Weiteren fanden wir viele leere und halbleere Gläser, die ehemals Gurken, Karotten oder sonstiges enthielten (Fernfahrer?). Vermehrt machten wir unsere Scherze über leere „White Wine“-Tetraverpackungen. Ein ganzes Gebinde bekamen wir sicherlich zusammen. Genauso unglaublich – im Randstreifen lagen versteckt unter den Blättern sicherlich zehn Teelichter-Gläser. Weihnachten ist vorüber und die Gläser werden nicht mehr benötigt. Wünschenswert wäre dabei doch, dass dem Entsorger anders ein „Licht“ aufgegangen wäre. Am Ende waren wir froh, dass wir noch gelbe Säcke zum Befüllen bekamen. Leider konnte eine zerborstene Windschutzscheibe eines Autos nicht komplett aufgesammelt werden. Da wäre ein Staubsauger praktischer gewesen, aber nicht zur Hand. Ein leerer Kanister „Motoröl“ neben dem Hirschenplatz lässt leider auf Waldarbeiter Rückschlüsse nehmen. Leere Flaschen „Jägermeister“ etwa auf Jäger, die ihre Zeit bei der Wildschweinjagd überbrücken auf diese Art und Weise? Nein, Rückschlüsse möchte ich keine ziehen, eher anmerken, dass wir nur über einen Planeten verfügen und wenn der vermüllt ist, nehmen wir uns selbst die Grundlage unseres Lebens. 

Bei unserem Sammeln kamen wir erst eine Dreiviertelstunde später zurück, aber wir waren nicht die einzigen, die „überzogen“ Müll sammelten. Fazit dieser Sache für mich: Auch fürs Müll sammeln muss man ein Auge dafür bekommen, denn oftmals liefen Susanne und ich hintereinander und fanden sogar auf dem Rückweg noch Plastikteile, die versteckt da lagen. 

Allen Danke, die vom OGV für eine saubere Umwelt sorgten und für die die Natur nicht hinterm eigenen Gartenzaun aufhört. Bestimmt sehen wir uns im nächsten Jahr wieder beim „Picobello“!

Bericht und Fotos: Sabine Jost

Termine im April und Mai

Hallo liebe Mitglieder,

wir möchten euch ganz herzlich zu unseren beiden nächsten Terminen im April und Mai einladen.

Am Ostersamstag, den 20. April kommt der Osterhase vorbei. Auch wer selsbt keine kleinen Kinder oder Enkeklkinder hat ist hier gerne wilkommen in geselliger Runde eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen.

Diesbezüglich würden wir uns über Kuchenspenden freuen. Wer hier Interesse hat, meldet sich bitte kurz bei Friederike.

Am Sonntag, den 19. Mai möchten wir mit euch gemeinsam eine Kräuterwanderung unternehmen.

Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen.

In der Hoffnung auf schönes Wetter für die beiden Termine.

Viele Grüße

Euer Vorstand

20.02.2019

Alles Picobello – oder was?

Ja, schön hätte ich es schon gerne in der Natur, sauber und gut anzusehen. Mensch, jetzt laufe ich hier durch den Wald und schon wieder hat jemand einfach achtlos oder mit Absicht etwas weggeworfen. Im Stillen ärgere ich mich, dass es da liegt, aber was mache ich? Mit einem wütenden Grollen gehe ich weiter. Aber nicht lange, und ich stoße schon wieder auf Unrat. Solche Umweltsünder müsste man direkt auf der Stelle bestrafen und die müssten selbst einen Wald aufräumen oder irgendwo Kaugummi entfernen. Oft habe ich mir schon vorgenommen, einfach einen Müllsack mitzunehmen und alles „Unschöne“ einzusammeln um es am nächsten Mülleimer fachgerecht zu entsorgen. Aber irgendwie bleibt es immer beim Vorhaben. Gut, dass es den Picobello-Tag gibt! Einfach mal ein Ansatz, an einem Tag im Jahr mit seinem Grollen im Bauch und dem Unrat aufzuräumen.

Wie froh bin ich, dass der Obst- und Gartenbauverein Oberwürzbach 2018 dieses Jahr mitmachen möchte und noch ganz viele Freiwillige sucht. Da mache ich endlich mal mit. Das ist ein Termin, den trage ich mir einfach in meinem Terminkalender ein und dann bin ich ja auch nicht alleine unterwegs. Nein, das wird bestimmt kurzweilig werden. Und mit lieben Menschen zusammen ist das auch keine „unangenehme Sache“. Übrigens werden Handschuhe und Müllsäcke von der Gemeinde gestellt. Ich brauche also nichts von zu Hause mitzubringen, sondern ich muss lediglich da sein und etwas Zeit mitbringen.

Ich bin fest überzeugt, dass es am Ende der Aktion ein gelungener Tag sein wird und ich innerlich wie äußerlich aufgeräumt haben werde. Außerdem bin ich mir sicher, dass wir anschließend noch einen darauf trinken werden, zusammen für eine gute Sache eingestanden zu haben.

Ach ja, Treffpunkt ist übrigens am Samstag, dem 30. März 2019, um 10 Uhr am Bürgermeisteramt. Es wäre schön, wenn Ihr Euch kurz anmelden würdet, damit wir wissen, wie viele Handschuhe und Müllsäcke gebraucht werden.

Also… Picobello… Fertig… Los!

Euer OGV 

25.02.2019

Obstbaumschnitt beim OGV Oberwürzbach 2018

Dieser Kurs war in zwei Teile gegliedert – zur Theorie, die am 21. Februar 2019 stattfand, trafen wir uns um 19 Uhr im alten Bürgermeisteramt. Unsererseits zahlreich besucht, empfing uns Harry Lavall mit einer Präsentation und schon schnell wurde uns klar, dass Baumschnitt sehr wohl etwas mit „Erziehung“ zu tun hat und eigenen Gesetzen unterliegt. Je höher der Stamm, desto langsamer wächst er, weil die Nahrungsaufnahme eine größere Strecke zu überwinden hat. Hier herrschen Wuchsgesetze, die es zu beachten gilt, damit aus einem kleinen Bäumchen ein schöner Baum mit prächtiger Krone und reichem Fruchtertrag wird.

Bereits wenn der Baum gepflanzt wird, entscheidet die Unterlage, auf die er veredelt ist, über den Wuchs. Das heißt, je kleiner das Wurzelwerk des Stammbaumes, desto kleiner wird auch die Krone des aufgepfropften Baumes und wenn der Laie keine Ahnung von Bäumen hat und schlecht beraten wird, dann kann es leicht passieren, dass aus einem gewünscht klein wachsenden Baum auf einmal ein vermeintlicher „Riese“ erwächst, weil die Unterlage aus einem „starken“ Baum mit großem Wurzelwerk besteht. Hier unterscheiden die sich unter ziemlich unübersichtlich gegliederten Namen wie z. B. „M9“ oder „M25“. Wir lernten, dass es mehrere Kronenformen gibt, die es auf entsprechende Obstsorten anzupassen gilt. Aber die am meisten verwendete bleibt die Pyramidenkrone, in der es einen Haupttrieb zu bestimmen gibt, der die Verlängerung des Stammes bildet und dann werden die Leitäste bestimmt, aus denen dann die Seitentriebe und das Fruchtholz erwachsen können. Der ganz junge Baum wird so geschnitten, dass vom Hauptast aus sich das Bild einer Pyramide ergibt und die Leitäste haben in etwa die gleiche Länge, sodass die „sogenannte“ Saftwaage entsteht. Außerdem sollten die Leitäste eine Astneigung von 45 Grad aufweisen und der Lichteinfall sollte gewährleistet sein, damit das Obst später gut gedeihen kann.

Also es gibt so viele Dinge beim Baum zu beachten, dass mir nach einiger Zeit schon der Kopf schwirrte und ich dachte, das lerne ich nie! Denn bei Bildern über ältere Bäume, die total verwachsen sind, da ein Bild vor Augen zu haben, welches nun die tragenden Äste sind und werden, erscheint mir schon unübersichtlich. Was einleuchtend ist, dass der Wuchs im oberen Teil des Baumes schneller vonstatten geht, als unten, denn ein schönes Beispiel war, was Harry Lavall uns anhand eines eingeschlagenen Nagels erzählte, denn ein Nagel verändert kaum seine Höhe, während die Krone rasch wächst. Da kann es schnell passieren, dass andere Äste dem Haupttrieb die Führung abnehmen wollen. Die müssen natürlich entfernt werden. Eventuell ist es nötig, einen neuen kleineren Haupttrieb zu bestimmen und ihn zum führenden Ast zu erziehen.

Bei der Praxis am Samstag, 23. Februar, wo wir uns um 13.30 Uhr auf dem „Lohnschd“ einfanden, und auf der Lehrwiese die kleinen Obstbäume in Augenschein nehmen konnten, wurde das ganze anschaulicher. Vor allem aber, dass mit dem richtigen Werkzeug alles leichter geht. Hier lernten wir zum Beispiel auch, dass beim Einpflanzen des Baumes die Veredelungsstelle des Baumes ein Stück, ca. 10 cm, über der Erde liegen muss. Bei jungen Bäumen empfiehlt es sich zudem, eine Baumscheibe anzulegen, damit das Gras dem Baum nicht das Wasser entzieht.

Beim Schneiden der dickeren Äste werden die zuerst ein sehr gutes Stück von der eigentlichen Schnittstelle her unten eingeschnitten, damit sie beim Schneiden nicht ausbrechen und den Stamm durch Einreißen beschädigen. Was bei der Baumpflege noch zu erwähnen sei ist, dass auf Schlitzäste geachtet werden sollte, denn die werden früher oder später abbrechen, weil sie nicht richtig mit dem Baum verankert sind. Was ein solcher Schlitzast ist, bemerkt man sehr schnell beim sanften Herunterziehen eines solchen. Er lässt sich ganz problemlos abbrechen. Des Weiteren sollte man nicht unerwähnt lassen, dass es sich lohnt, die Bäume durch weißen Anstrich vor Frostrissen zu schützen und im Herbst Leimringe gegen den Frostspanner anzubringen. Wir sollten gut für die Bäume sorgen, damit sie es uns danken und uns mit einer reichen Ernte belohnen! Misteln sollten übrigens direkt an den Bäumen entfernt werden, sobald sie entdeckt werden, weil sie den Baum schädigen!

Den Abschluss des Baumschnittes krönte ein Imbiss mit selbst gebackenem Kuchen, Brezeln und selbstgeräuchertem Schinken und neben Kaffee und Apfelsaft gab es natürlich auch Obstbrand, denn nachdem wir mehr als drei Stunden auf dem „Lohnschd“ verbracht hatten und die Sonne sich neigte, wurde es merklich kühler.

Nach dieser tollen Einführung in den Baumschnitt bedankten wir uns alle bei Herrn Lavall für seine Lehrstunde!

Bericht und Fotos: Sabine Jost

10.02.2019

Schnaps-/Likörverkostung beim OGV Niederwürzbach 

Als wir auf dem Parkplatz neben dem Obst- und Gartenbauverein Niederwürzbach ankamen und um die Ecke bogen, empfing uns schon der Duft der gärenden Maische. Wir öffneten die Tür und traten in das Gebäude ein. Sehr herzlich wurden wir dort empfangen und es gab ein großes Hallo! Nach dem Vorstellen der organisierenden Engel des Vereins unterhielt man sich über das Vereinsleben und über Aktivitäten. Nachdem alle Teilnehmenden anwesend waren, begrüßte uns die 1. Vorsitzende, Friederike Düthorn, und nicht nur sie versprach einen verheißungsvollen Abend. Zum Einstand wurden wir direkt mit einer Runde Apfelschnaps und Dornfelderlikör verwöhnt. Der Brennmeister Alfred Lerch hatte den Kessel bereits seit 14 Uhr am brennen, da drei Brände für diesen Tag angemeldet waren. Beim dritten und letzten Brand durften wir gespannt seinem Bericht lauschen und zusehen, wie die Maische vom Fass in die Brennblase durch einen Schlauch gepumpt wurde. Doch zuerst erklärte er uns, wie die Maische richtig angesetzt wird. Wie bei allen Dingen ist die Sauberkeit oberstes Gebot. Die Maischefässer sollten sauber sein, das Obst gereinigt und von Stielen und Blättern befreit. Zudem sollte das Maischefass innerhalb weniger Tage gefüllt sein, da sonst die erste bereits gärende Befüllung durch die zweite gestört oder gar zerstört werden kann. Hefe wird zugesetzt, durch das Gären wird Zucker frei, was den Gärungsprozess anfacht. Fruchtfliegen können im Sommer Essigsäure produzieren, deshalb stets verschließen. Sobald das Maischefass gefüllt ist, sollte es nicht mehr geöffnet werden, da das CO² als wichtige Schutzschicht vor dem Zerfall schützt und das ganze kann dann eigentlich ohne Probleme einige Monate überstehen, ohne zu kippen. Der Gärspund gibt die ausweichenden Gase frei und hierüber lässt sich dann auch der Öchslegrad messen, um den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln.

Zwischendurch wurden uns Pizzahäppchen gereicht, die von Silvia Bubel, Birgit Klicker und Lore Stolz liebevoll belegt waren. Von Klaus Ruffing wurden wir mit Getränken versorgt. Da blieb kein Wunsch offen! 

Zurück beim Brennen erklärten uns abwechselnd der 1. Vorsitzende, Manfred Bubel und der Brennmeister Alfred Lerch, wie das Wasser erhitzt wird, langsam und konstant und dass der Alkohol über die Glockenböden mit den Schaugläsern nach oben verdampft und dann, nach einer Weile, als Vorlauf durch den Kühler läuft und aus der Vorlage tropft. Der Vorlauf ist ungenießbar und enthält Methanol, Ester und andere chemische Elemente und überhaupt baut alles auf Chemie und Biologie auf. Verwendet wird nur der Mittellauf und bei dem wird dann auch entschieden, wieviel Umdrehungen er hat. Der OGV Niederwürzbach brennt seine Brände meist bei 40 vol. %.

Nach der Einführung in die Materie der Schnapsbrennerei durften wir uns auf Spießbraten mit Kartoffelsalat und weitere edle Brände und Liköre freuen. Nach einvernehmlichen Gesprächen wird es wohl in nächster Zeit wieder ein „Hallo“ mit den Niederwürzbachern geben. Nach einem feucht-fröhlichen Abend und dem Kauf der gekosteten Mundschmeichler machten sich nach einem wunderschön verlebten Abend und sicherlich in allerbester Laune alle auf den Weg nach Hause.

Bericht: Sabine Jost; Fotos: Friederike Düthorn

Mobile Waldbauernschule

Anmeldeformular Motorsägenkurs

18.10.2018

Sauerkraut-Workshop 

Am 11. Oktober war es soweit. Unsere erste Veranstaltung unter dem Motto „Sauerkraut – Einmachen in Gläser“ mit Referent Harry Laval fand in der Küche der Montessori-Schule statt.

Zahlreiche Interessierte fanden sich zu diesem Thema zusammen.

Herr Laval brachte eine große Stiege – gefüllt mit Weißkohl, seine Krautreibe und einen Bottich mit, um uns in die Kunst des Sauerkrautfermentierens einzuführen.

Nach einer kurzen Einführung rollten auch schon die ersten Köpfe und fleißige Hände schnitten den Kohl, sodass sogleich mit dem Hobeln auf der großen Reibe begonnen werden konnte. Aber zuerst wurde die neu erworbene, vereinseigene Reibe eingeweiht, die übrigens auch an interessierte Mitglieder ausgeliehen werden kann.

Vereinsmitglieder brachten ihre eigenen Küchenreiben mit und so hörte man emsiges Reiben und freudiges Lachen. Nachdem der Kohl gerieben war, wurde die erste kleine Menge mit Salz angestampft um die Struktur des Kohls aufzuspalten und Flüssigkeit aus dem Kohl zu ziehen. Mit einem riesigen Vierkantholz wechselten sich die Mitglieder ab, da es den Schweiß aus den Poren trieb. Nach und nach wurde der restliche gehobelte Kohl unter die bereits angestampfte Menge gemischt. Um die Milchsäurebakterien mit in die Masse zu integrieren, wurde Brottrunk zugemischt. Praktisch als Beschleuniger.

Endlich war das Weißkraut soweit, dass es in Gläser abgefüllt werden konnte. Der Verein stellte Gewürze zur Verfügung und die Anwesenden füllten nach eigenen Wünschen ihre Gläser ab. Geachtet werden musste darauf, dass die Gläser, in denen das Sauerkraut fest eingestampft wurde, nicht zu voll wurden und sich Flüssigkeit oben befand. 

Nun darf man gespannt sein, was sich in sechs Wochen in den Gläsern tut. Zuerst muss es ca. 1 Woche warm im Zimmer stehen, damit es gärt, um anschließend im kühlen Keller seinen Platz zu finden. Sechs Wochen ist die Mindestwartezeit vor dem Verzehr. Je länger es zieht, desto besser und saurer wird es. 

Und so werden wir uns zurückmelden, wie denn die ersten Geschmacksproben angekommen sind. Auf jeden Fall war es ein gelungener Abend und nachdem sich unsere erste Vorsitzende, Friedericke Düthorn, bei Herrn Laval bedankte, waren sich alle einig. Es war ein schöner, informativer Abend.

Bericht: OGV 2018

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