08.03.2026

Ortsbegehung zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Oberwürzbach – Projekt geht in die Planungsphase  

Die jahrelange Suche nach einem geeigneten Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus in Oberwürzbach konnte Ende 2025 abgeschlossen werden. Tatsächlich gab es bereits 2017 erste Überlegungen, dass ein Neubau des Gerätehauses notwendig wäre. Dass sich die Standortsuche über fast zehn Jahre hinziehen sollte, hätte damals wohl niemand geglaubt. Bei einem Ortstermin an dem Gelände in der Ommersheimer Straße begrüßte Ortsvorsteherin Dunja Sauer neben Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer auch die Mitglieder der Feuerwehr, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Stadt- und Ortsratsmitglieder: „Die langjährige Suche nach einem geeigneten Standort hat endlich einen sehr positiven Abschluss gefunden und geht nun in die Planungsphase über. Dank des guten und vertrauensvollen Zusammenspiels von Feuerwehr, Stadtverwaltung sowie Orts- und Stadtrat konnten wir ein überzeugendes Ergebnis erzielen. An dieser konstruktiven Zusammenarbeit und dem offenen Dialog werden wir auch im weiteren Verlauf des Prozesses festhalten, um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.“

 

Mit dem Abschluss der langwierigen Standortsuche ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht, und das Projekt tritt in die konkrete Planungsphase ein. Die vorbereitenden Maßnahmen auf dem Grundstück sind bereits weitgehend abgeschlossen. Die erforderlichen Rodungsarbeiten wurden fast vollständig durchgeführt. Zwei Feuerwehrleute in Schnittschutzkleidung fällten nach dem offiziellen Termin noch schnell eine kleine Birke, die wohl bei den Rodungsarbeiten vergessen worden war.

 

Als „harte Arbeit und gute Fügung" betrachtete Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer die Tatsache, dass der Erwerb der zusätzlich notwendigen Grundstücke aus Privatbesitz problemlos umgesetzt werden konnte. „Ein Grundstück in dieser Größenordnung in Oberwürzbach zu finden, war nicht einfach. Umso mehr freut es mich heute, dass die ersten Schritte gemacht sind und der Neubau nun auf einem guten Weg ist." Positiv hob er hervor, dass die Größe des Grundstücks den Neubau einiger weniger Wohnhäuser ermögliche. Dadurch sei die Erschließung der neuen Zufahrtsstraße wirtschaftlicher, da die Infrastruktur auf mehrere Gebäude ausgerichtet werde.

 

Als nächster Schritt stehen Baugrunduntersuchungen an. Diese dienen der Ermittlung der geotechnischen Verhältnisse und bilden eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung. Parallel hierzu wurde die Vergabe der Planungsleistungen erfolgreich abgeschlossen. Zusätzlich muss ein Bauleitplanverfahren initiiert werden. Dieses dient als Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Das Bauleitplanverfahren wird demnächst in die Wege geleitet und nimmt voraussichtlich ein Jahr Bearbeitungszeit in Anspruch. Die endgültige Baugenehmigung kann erst erteilt werden, wenn ein rechtskräftiger Bebauungsplan aufgestellt wurde.

Ein gemeinsames Startgespräch mit den Planern fand bereits im Januar statt. „2027/2028 sollen die Bauarbeiten beginnen, diese werden ca. zwei bis drei Jahre andauern", erläuterte die städtische Architektin Sibylle Faller, die zusammen mit ihrem Kollegen Adrian Berndt für das Projekt zuständig ist. 

 

Das neue Feuerwehrgerätehaus soll Platz für insgesamt vier Fahrzeuge bieten – drei Fahrzeuge der Größe 2 sowie ein Fahrzeug der Größe 1. Neben den Fahrzeughallen sind umfangreiche Funktions- und Sozialräume vorgesehen. Geplant sind unter anderem gemeinsame Umkleiden für die aktive Wehr und die Jugendfeuerwehr, ein Schulungsraum mit separatem Raum für die Jugendfeuerwehr, ein Trockenraum für Einsatzkleidung und Material, eine Werkstatt, ein Funk- und Besprechungsraum, ein Bereitschaftsraum, eine Küche mit Thekenbereich, zwei Büroräume sowie ausreichende Lagerflächen und Nebenräume. „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht mit dem Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses. Das Gebäude in der Steckentalstraße ist nun über 60 Jahre alt und entspricht in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen. Ich denke, ich spreche hier im Namen aller Kameraden, dass wir mit dieser Lösung sehr zufrieden sind", so die abschließenden Worte von Löschbezirksführer Marco Schmeltzer.