M.G.V. Sangesfreunde 1868 Oberwürzbach e.V.

Vereins-Chronik

1868

 

Gründung des Vereins aus Mitgliedern der ersten Oberwürzbacher Musikkapelle. Erster Dirigent, Kapellmeister Heinrich Miedel II. Die Singstunden waren im alten Schulhaus (Schwesternhaus)

 

1871

 

Johann Strack, Lehrer in Ommersheim, übernahm den Verein als Dirigent Im von ihm angelegten ersten Vereinsbuch lautet unter „Soll": Von Beginn an bis 20. April 1870 20 Gulden, 36 Kreutzer

 

1876

MGV im Jahr 1876

Auf einem Fest in Spiesen errang der Verein mit dem Lied „Im Knopfloch eine Rose" den ersten Preis. Der Verein übte auch den Kirchengesang ein für die „Betstunden". Im gleichen Jahr fand im Juli die Fahnenweihe statt. Während des Festzuges durch das Dorf nach dem Festplatz „Die Kuckucksdell" wurde mit „Katzenköpfen" geschossen. Als der Festzug am Schindtal vorbeizog, krachte ein Schuß, wobei der Schießer Valentin Becker den Tod fand.

 

1885

 

Mit Beschluß vom 6.12. Nikolaus Kunkel wird neuer Dirigent des Vereins

 

1886

 

Der Verein sang zusammen mit den Schulmädchen und Schulbuben bei der Kreuzeinweihung in Reichenbrunn

 

1897

 

Am 16. Mai beteiligte sich der Verein an der Fahnenweihe des MGV Frohsinn St. Ingbert und wurde für seinen Liedvortrag „Die tollen Streiche" wegen den „Meck, meck......." verlacht, jedoch von Musikmeister Hampe (Schmelzerkapelle) beglückwünscht.

 

1901

 

Der Dirigent Nikolaus Kunkel legt seine Klarinette und mit ihr den Taktstock aus der Hand. Eine Zeit der Ermüdung und der Resignation war angebrochen. Der Musikverein ging ganz ein, der Gesangverein erlebte seine erste Krise, war zum ersten Mal ohne Dirigenten. Der junge Lehrer Gustav Walle gründete mit den verbliebenen Sängern ein Doppelquartett, gesungen wurden nur Volkslieder, die bekanntesten von Silcher. In den folgenden Jahren kam der Verein wieder zu neuem Leben und Gedeihen

 

1908

 

Lehrer Gehringer wurde neuer Dirigent

 

1913

 

Lehrer Ludwig Keßler wurde neuer Dirigent

 

1914

 

Der erste Weltkrieg setzte dem Schwung, den der Verein genommen hatte, ein jähes Ende. Die Arbeit im Gesangverein ruhte bis 1918

 

1918

 

Lehrer Ludwig Becker übernahm die Dirigentschaft und suchte mit viel Mühe und Hingabe dem Verein wieder Form und Leben zu geben.

 

1922

 

Am Christi Himmelfahrtstag bekam der Verein nach dem Krieg bei der Grundsteinlegung der ersten Kirche zum ersten Mal wieder Gelegenheit, sich fremden Gästen vorzustellen. Der MGV sang dabei neben dem Ommersheimer Cäcilienchor

 

1923

 

Am 15. Juli wurde in der neuen Kirche -noch nicht geweiht- zum ersten Mal „weißer Sonntag" ge halten. Dabei fungierte der Gesangverein zum ersten und letzten Mal als „Kirchenchor" Am 22. Juli wirkte der Gesangverein mit bei der Einweihung der neuen Kirche durch Bischof Ludwig Sebastian.

 

1924

 

An einem Augustsonntag wurde in der Wirtschaft von Alfons Becker der „Neue Gesangverein" gegründet. Der Verein erhielt bei Gründung den Namen Gesangverein „Gemütlichkeit". Die Begründer waren ausnahmslos Mitglieder des MGV und ganze 7 an der Zahl. Ausgangs September waren es bereits 18 Mitglieder.

 

1925

 

Ab 1. Mai wurde Dirigent Mayer nach Bliesmengen-Bolchen versetzt, Lehrer Spang übernahm die Dirigentschaft des MGV bis zum 31.Jan.1926. In seine Zeit fiel das 50-jährige Jubiläum der Fahnenweihe, das an einem heißen Julisonntag auf Rot Sollig gefeiert wurde.

 

1927

 

Am 1. Januar übernahm Lehrer Hilarius Frisch, von Walsheim kommend, den MGV. Nach kurzer Stabführung trat umständehalber Lehrer Gustav Mischo an seiner Stelle die Dirigentenstelle an bis zur Verheiratung des Frisch. Der Verein veranstaltet eine Reihe von Vereinsabenden, wie Bälle und Theater mit Christbaumverlosungen

 

1928

 

Der MGV beteiligt sich an einem Sängerwettstreit in St. Ingbert. In der Kritik wurde anerkannt, daß der Verein beachtliches leistet.

 

1930

um ca. 1930

Der Gesangverein „Gemütlichkeit" weiht seine neue Fahne, die den neuen Namen Gesangverein „Sangesfreunde" trägt. Ab dieser Zeit übernahm Willi Wesely den Verein.

 

1935

 

Bei einem Wertungssingen in Rodalben schnitt der Gesangverein „Sangesfreunde" mit sehr gut ab.

 

1939

 

Am 1. September war auch für beide Gesangvereine der Krieg zu spüren. Die jungen Sänger mussten zu den Soldaten.

 

1942

 

Damit es noch einigermaßen möglich wurde, zu verschiedenen, meist kriegsbedingten Anlässen singen zu können, verbanden sich die Restvereine zu einem einzigen Verein.

 

1945

 

Das Fahnentuch des alten Vereins wurde laut Augenzeugen am 20. März von der Besatzung eines Amy Panzers vornüber aufgelegt und ist seitdem verschollen. Die Fahne des „Neuen Vereins" wurde von der Panzerkuppel desselben Panzers heraus „geschwenkt" und dann vor dem Haus von Schnabel Johann weggeworfen, wo sie von Elschen Krill aufgehoben und eingeholt wurde. Alle Vereine galten mit Einmarsch der Besatzungsmacht als aufgehoben.

 

1948

 

Am 7.3. konstituierte sich der Verein neu mit 30 anwesenden Sängern. Die Genehmigung durch die französische Militärbehörde wurde bald erteilt. Dirigent wurde Lehrer Willibrord Neuberger, als Vereinslokal wurde die Wirtschaft Oskar Sauer bestimmt.

 

1950

1950 - 1. Sängerfest in Rubenheim

Unterm 12.2. stellte das Mitglied Alois Becker dem Verein eine Übungsvioline zur Verfügung.

 

1951

 

Albert Heintz aus Hassel wurde Dirigent

 

1952

 

In der Generalversammlung vom 13.1. wurde u.a. beschlossen, daß der Dirigent jährlich 3.000 Franken erhält.

 

1953

 

In der außerordentlichen Generalversammlung vom 11.10. wurde der nun einmal zusammen geführte Verein neu und endgültig benannt in: Männergesangverein „Sangesfreunde 1868" Oberwürzbach

Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht St. Ingbert wurde einstimmig beschlossen. Um den gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen wurde eine neue Satzung angenommen.

 

1954

1954 - Chorbild

Am 21.2. wurde im Saale Usner ein Konzertabend unter Mitwirkung der Zithergruppe des Wandervereins und von Solisten durchgeführt. Das Konzert wurde am 21.3. im Saale Hartz in Heckendalheim und am 11.4. im Saale Wahrheit in Ommersheim noch einmal wiederholt.

 

Über den 30. Mai feiert der Verein sein 85-jähriges Vereinsbestehen mit Beteiligung von Vereinen aus nah und fern. Als sich am Sonntagnachmittag der Festzug mit 13 eingeladenen Vereinen in Bewegung setzte, wurde er von einem gewaltigen Gewitterregen überrascht. Das Fest schloß mit einem großen Minus von 85.000 Franken ab, das durch einen namhaften Zuschuß des Kultusministeriums und die guten finanziellen Erfolge bei den restlichen Veranstaltungen im Jahr ausgeglichen werden konnte.

 

1956

 

Am 1.4. (Ostersonntag) wurde das Singspiel „Die schöne Müllerin" aufgeführt. Eintritt: Kindervorstellung 40 ffrs., Mitglieder 100 ffrs, Nichtmitglieder 150 ffrs. Am 22.4. wurde das Singspiel wiederholt. Der Erlös von 14.000 ffrs. wurde dem Kirchenbauverein für dieKriegsgedächtniskapelle zur Verfügung gestellt. Für den 25.7. wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen; der Chorleiter Albert Heintz steht nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund eines Inserats in der Zeitung des Saar Sängerbundes konnte Marcel Tussing aus Scheidt verpflichtet werden.

 

1958

 

Mit einem Sängerfest feierte der Verein sein 90-jähriges Bestehen in einem großen Festzelt im Steckental. Nicht weniger als 17 Gesangvereine und eine Musikkapelle gaben sich während der Festtage ein Stelldichein. In der Halbjahresversammlung wurde der Vorstand beauftragt, für das kommende Jahr eine zweitägige Konzertreise in die Bundesrepublik vorzubereiten und Kontakte zu einem Bruderverein aufzunehmen.

 

1959

1954 - festzug zum 85. Bestehen

Für ein Konzert am 12. April wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eigens ein gemischter und ein Frauenchor aufgestellt. Leider hatten beide Chöre über das Konzert hinaus keinen Bestand.


Beim Wertungssingen in St. Ingbert schnitt der Chor erfreulich gut ab. Vorgetragen wurden „Schäfers Sonntagslied" von Conradin Kreutzer und „Untreue" von Friedrich Silcher. Am 15. Und 16. August waren die Sänger in Ruppertshain zu Gast. Aus diesem Besuch wuchs eine lange und tiefe Freundschaft zwischen beiden Vereinen, dem MGV „Sangesfreunde" 1868 e.V. Oberwürzbach und der Sängervereinigung Alemania Concordia Ruppertshain, die auch heute noch, nach mehr als 40 Jahren immer noch aktiv gepflegt und gefestigt wird. (siehe hierzu auch das Dokument „45 Jahre Freundschaft mit Ruppertshain" im Archiv)


1960


Über Pfingsten wurde die Freundschaft mit den Sängern aus Ruppertshain durch deren Gegenbesuch weiter vertieft und gefestigt. 2 Tage waren die Freunde aus Ruppertshain Gast in Oberwürzbach.


1962


In der Halbjahresversammlung wurde beschlossen, alljährlich auf „Rot Sollig" ein Waldfest abzuhalten.

 

1963

 

Unter Beteiligung unserer Sangesfreunde aus Ruppertshain, der Ortsvereine und über 20 befreundeter Gesangverein wurde in einem großen Festzelt im Steckental das 95-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Unvergessen bleiben die Gesangs- u. Showeinlagen der Sänger mit „Der Bockstall", „Schöne Heimat", „Das Kaffee Orientale" und „Die Salome".

 

1964

 

Auf Einladung der Stadt Saarbrücken beteiligte sich unser Verein mit dem MGV St. Johann, Saarbrücken, mit großem Erfolg an einem Konzert im Deutsch-Französischen-Garten in Saarbrücken.

 

1965

 

Der MGV wurde wiederum zu einem Konzert in den Deutsch-Französischen-Garten eingeladen. Im August wollten die Sänger auf einer Sängerfahrt nach Nordrach/Schwarzwald mit dem dortigen Gesangverein freundschaftliche Beziehungen aufnehmen, leider ohne Erfolg. Im Dezember nahm der Verein mit Erfolg an einem Wertungssingen teil.

 

1966

 

Durch eine Werbeaktion konnten 33 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden.

 

1967

 

Der Verein nahm mit Erfolg an einem Wertungssingen teil.

 

1968

 

Aus der Hand des Kultusministers Werner Scherer konnte der 1. Vorstand Hans Degel für den Verein die vom Bundespräsidenten Dr. Theodor Heuss gestiftete Zelterplakette für 100 Jahre aktive kulturelle Sangestätigkeit entgegennehmen. Über das Pfingsten wurden über 4 Tage lang das 100-jährige Vereinsjubiläum in einem großen Festzelt am Sportplatz gefeiert. Ein großes Festkonzert am 19.Mai eröffnete das Festjahr. Unter den Ehrengästen weilte auch der Schirmherr, Ministerpräsident Dr. Franz-Josef Röder. Einmalig in der Vereinsgeschichte konnten die Sänger am 19.11. ihrem 1. Vorstand Hans Degel zur Hochzeit ein Ständchen darbringen.

 

1969

 

Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 155, davon 45 Sänger. Der belgische Knabenchor aus Warregem/Flandern war zu Gast bei den Sängern des MGV und bedankte sich mit einem wunderbaren Konzert für Übernachtung und Verpflegung. Die Sängerfahrt in den Pfaffenwinkel nach Steingarten/Urspring und Umgebung bleibt für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Wie schon so oft in den Vorjahren fiel das traditionelle Waldfest auf Rotsollig „ins Wasser". Eine Familienfahrt führte die Sängerfamilie in die Pfalz zum Hambacher Schloß. Durch die Leistungen bei den Wertungssingen der letzten Jahre hat sich der Chor für die Teilnahme am Chormusiktag des SSB im Karlsbergsaal St. Ingbert qualifiziert. Für den Sängerkreis St. Ingbert waren nur der MGV Frohsinn, MGV Germania, MGV Josefstal, (alle St. Ingbert) unser Chor und die Chorgemeinschaft Ommersheim qualifiziert

1970

 

beginnt eine Zeit in der das gesellige Zusammensein und die Kameradschaft innerhalb der Sängerfamilie einen großen Stellenwert bekommen. Für DM 3.700,- wurde ein neues Klavier angeschafft. Bezuschußt wurde die Investition vom saarl. Kultusministerium mit DM 500,- und von der Gemeinde Oberwürzbach mit DM 350,-. Auf dem Farrenberg wurde ein unterhaltsames Familienfest gefeiert. Die Frauen der Sänger waren auf großer Moselfahrt, betreut von Sänger Heinrich Hauck. Die traditionelle Weihnachtsfeier fand diesmal in der Gemeindefesthalle statt.

 

1971

 

Sängerfahrt nach Kramsach/Tirol mit Treffen des dortigen Kirchenchores. Eine dauerhafte Freundschaft mit dem Chor kam nicht zustande, wohl aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben und der Vereinsstrukturen. Großes Konzert in der Gemeindefesthalle mit Hermann Mischo, Tenor, Dieter Schreck, Klavier, Waldhornquartett vom SR, Bläsergruppe des MV Ommersheim. Familienfahrt nach Freinsheim/Pfalz

 

1972

 

Spießbratenfest auf dem Farrenberg für Aktive und passive Mitglieder. Frauenausflug nach Schwetzingen. Der Verein muß sich ein neues Probelokal suchen wegen Umbau Gasthaus Zimmer, Probe vorübergehend in der Gemeindefesthalle. Erfolgreiche Teilnahme am Wertungssingen in Blieskastel. Zur Aufführung kam der Zyklus „An den Tag" - Morgen, Mittag, Abend - von Paul Zoll.

 

1973

 

Der Verein feiert sein 105-jähriges Bestehen in einem großen Festzelt am Sportplatz. Als besondere Gäste konnten über 40 Besucher aus der Partnerstadt Schauenstein/Oberfranken begrüßt werden. Das Fest wurde gefeiert mit einem festlichen Kommers, Freundschaftssingen mit über 20 Gastvereinen, einem großen Bunten Abend mit Künstlern, bekannt von Bühne, Rundfunk und Fernsehen, einem Heimatabend und Kinderbelustigung. Mitwirkung beim Konzert des MGV Bruchmühlbach. Bei der Ankunft stellte sich heraus, daß es sich um ein Freundschaftssingen anläßlich des Vereinsjubiläums handelte.

 

1974

 

Das Jahr stand ganz im Zeichen der Sängerfamilie. Es wurden 7 Sängerfeste besucht, eine Familienfahrt nach Ruppertshain und eine nach Chieming, Dachau und München organisiert, Maskenball, Waldfest, Spießbratenessen auf dem Farrenberg, ein Kameradschaftsabend bei Sangesfreund „Rudel" am Weiher und eine Weihnachtsfeier durchgeführt. Aus Anlaß des Sportfestes spielte eine Sänger - Fußballmannschaft gegen die Handwerker. Sie trennten sich leistungsgerecht 0:0. Der Chor nahm mit großem Erfolg am Kreiskonzert in der Ommersheimer Saar Pfalz Halle teil mit den Liedern „Die Zecher" von H. Ophoven, „Junggesellen" von W. Rein und „Es wollt ein Mann zum Weibe gehen" von B. Weber.

 

1975

 

Weiterhin standen der kulturelle Auftrag und die Geselligkeit im Vordergrund. Besucht wurden 5 Sängerfeste befreundeter Chöre. Eine Mitgliederwerbung brachte neue Mitglieder, die Zahl der Aktiven erhöhte sich auf 49 Sänger, der Verein war auf dem Höhepunkt seiner Vereinsgeschichte. Im Alter von 99 Jahren verstarb unser ältestes Ehrenmitglied Georg Becker, genannt „Wewersch Schorsch". Der Chor nahm am Rosenmontagumzug in Oberwürzbach mit einem Wagen unter dem Motto „Chor der Gefangenen" teil. In der Oberwürzbachhalle wird ein Preismaskenball veranstaltet. Die Sängerfamilie wanderte ins „Ensheimer Gelösch". Gemeinsam mit dem Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn wird der Tag des Liedes begangen mit Singen und Musizieren in Reichenbrunn und Oberwürzbach. Spießbratenessen auf dem Farrenberg als Ausweichstelle, da der Alte Sportplatz saniert wird. Rudelfest am Weiher unseres Sangesfreundes Becker Rudolf. Teilnahme am Fußballturnier des SVO unter Mitwirkung der örtlichen Vereine, Motto „Unser Dorf spielt Fußball". Waldfest auf Rotsollig, Familienausflug in den Holliday-Park nach Hassloch/Pfalz, Jahresabschlußfeier im Vereinslokal mit Ehrung verdienter Sänger

 

1976

 

In der Pfarrkirche in Oberwürzbach wurde ein großes Kirchenkonzert aufgeführt, zu dem der Chor mehrere Solisten verpflichtet hatte, u.a. auch unser Sangesfreund Hermann Mischo, Bariton. Chorleiter Marcel Tussing und Laufkassierer Walle Willi wurden für 20-jährige ununterbrochene Vereinstätigkeit vom Vorstand geehrt. Eine Vereinsfahrt führt nach Rothenburg o.d.Tauber, an den Bodensee und in den Schwarzwald zum Titisee.

 

1977

 

Der Verein ist Ausrichter des Kreiskonzertes mit Wertung (1.Stufe) das unter dem Motto stand „Liebesfreud - Liebesleid". Teilnehmer waren 9 Chöre aus dem Sängerkreis St. Ingbert, die Sängerin Marcella Hien und instrumentale Begleitung durch die Geschwister Müller. Veranstaltungsort: Oberwürzbachhalle. In der Oberwürzbachhalle wurde ein schwungvolles Frühlingskonzert mit anschließendem Tanz in den Mai durchgeführt. Gäste waren der Frauenchor Constanze aus Saarbrücken und der Musikverein Bliesmengen-Bolchen (Leitung Marcel Tussing). Teilnahme am Chormusikfest des Saarsängerbundes im Deutsch-Französischen Garten Saarbrücken, an dem „Tag als der Regen kam". Sängerfahrt an den Rhein nach Rüdesheim

 

1978

 

Das 110-jährige Stiftungsfest wird in großem Stil in der Oberwürzbachhalle gefeiert. Am 29.4. wurde die Festwoche eröffnet mit einem niveauvollen Festkonzert unter Mitwirkung des Musikvereins Bliesmengen-Bolchen, Männerchor Euphonia-Constanzia Saarbrücken und der Chorgemeinschaft Ommersheim, am Klavier Harry Friedel. Der eigentliche Festverlauf begann am 4.5. (Christi Himmelfahrt) mit einem Festgottesdienst, anschließend Freundschaftssingen, am Abend Tanz- und Unterhaltung mit der Trachtenkapelle aus Steingaden/Urspring. Am 5.5. gestalteten die Gäste aus dem Allgäu einen großen Bayerischen Abend mit Blasmusik, Trachtengruppe und Urspringer Dreigesang. Der Samstag war nachmittags der Kinderbelustigung vorbehalten, der Abend einem Freundschaftssingen. Das Fest klang am Sonntag aus mit Frühschoppen, Singen, Tanz und Unterhaltung. Sangesfreund Oskar Wirtz, langjähriger Notenwart des Vereins, heiratet „seine Sonja" in Ommerheim. Die Sänger gratulierten mit der gesanglichen Gestaltung der Hochzeitsmesse. Durch Kontakte von Jakob Becker fuhr die Sängerfamilie nach Michelbach in den Odenwald und nahm Verbindung auf zu dem dortigen Gesangverein. Mehrere Oberwürzbacher Familien waren während des Krieges in Michelbach evakuiert. Bedauerlicherweise kam eine dauerhafte Freundschaft zwischen beiden Vereinen nicht zustande. Unsere Freunde aus Ruppertshain pflegen seit langen Jahren freundschaftliche Bande zu den Sängern aus dem Odenwald. Höhepunkt der Fahrt war eine Spessartrundfahrt mit Besuch von Wasserschloß Mespelbrunn, Schifffahrt auf dem Main und Stadtbummel in der historischen Altstadt von Miltenberg

 

1979

 

war ein recht ruhiges Jahr für den Verein. Besuch der Sangesfreunde in Ruppertshain. Das traditionelle Waldfest wird erstmals auf dem Alten Sportplatz im Hirschental gefeiert, nachdem die von der Stadt St. Ingbert gemachten Auflagen für Rotsollig nicht mehr erfüllt werden konnten. Sänger- und Familienfahrt nach Gondorf in der Eifel. Besuch der Sänger aus Michelbach. Leider ist der Kontakt später ganz abgebrochen. Theaterbesuch der Kinder und der Sänger im Staatstheater Saarbrücken. Es wurden die Sängerfeste des MGV Blieskastel, Liederkranz Niederwürzbach, Ballweiler, Lyra St. Ingbert, Musikverein Hochscheid Reichenbrunn, besucht. Für den geselligen Teil war mit Maskenball, Familienfahrt, Rudelfest und Waldfest gesorgt. Ständchen wurden dargebracht für Bernhard Küster, 70 Jahre, Jakob Becker, 65 Jahre, Uhl Raimund 70 Jahre, und anläßlich der Hochzeiten der Sänger Albert Schmitt und Paul Becker.

 

1980

 

Der Verein muß nun in einem Saal der Grundschule proben. Familienfahrt in die Dolomiten nach Laag. Musik- und Liederabend mit dem Musikverein Hochscheid Reichenbrunn. An Eintritt wurden DM 3,-- erhoben

 

1981

 

Gründungsmitglied Raimund Uhl wurde zu Grabe getragen, er verstarb mit 71 Jahren. In der Oberwürzbachhalle fand das zweite Wertungssingen des Sängerkreises St. Ingbert statt. Die Zeitung schrieb: „Ein Wettstreit geschulter Stimmen." Die Wertung aller Sachverständigen war für den Verein überaus positiv. Es war zugleich der letzte Auftritt des Chorleiters Marcel Tussing, der nach 25 „Dienstjahren" die Leitung an Everard Sigal abgab. Chorleiter Tussing wird mit einer Feier in der Oberwürzbachhalle verabschiedet und gleichzeitig zum Ehrenchorleiter ernannt. Der neue Chorleiter Everard Sigal wird in sein Amt eingeführt. Anläßlich der 800-Jahrfeier Oberwürzbachs beteiligt sich der Chor in historischen Kleidern am Umzug durch Oberwürzbach. Der Chorleiter Everard Sigal hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt.

 

1982

 

Heinrich Hauck wird für 60 Jahre aktive Sängertätigkeit geehrt. Die Sänger gehen auf große Fahrt nach Grafenwiesen in den Naturpark „Oberer Bayerischer Wald" mit Besuch von Passau und Regensburg. Mitwirkung beim Brauereifest in St. Ingbert. Großes Gemeinschaftskonzert in der Oberwürzbachhalle, Mitwirkende: MGV „Sangesfreunde", Kirchenchor und Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn

 

1983

 

Unser letzter „Sängermaskenball" fand in der Oberwürzbachhalle statt, da wegen dem schlechten Besuch offensichtlich kein Interesse mehr besteht. Eine Ehrenpflicht war es für die Sänger, an der Beerdigung von Pfarrer Martin Sprengard teilzunehmen. Unsere Freunde aus Ruppertshain besuchten uns am traditionellen Waldfest im Hirschental. Der MGV feiert sein 115-jähriges Stiftungsfest mit einem anspruchsvollen Festprogramm in der Oberwürzbachhalle. Teilnahme am Kreiskonzert mit Wertung in der Hölschberghalle in Aßweiler mit insgesamt guten Noten.

 

1984

 

Nachdem Vorstand Josef Becker nicht mehr kandidierte wurde Werner Gress zum 1. Vorstand gewählt. Gegenbesuch der Sänger bei unseren Freunden in Ruppertshain. Chorleiter Everard Sigal hat geheiratet. Unser Chor gestaltete u,a. das Hochzeitsamt gesanglich mit. Der Wirt unseres Vereinslokal, Hans Zimmer, wurde zu Grabe getragen. Langen Applaus „geerntet" hatten die Mitwirkenden beim traditionellen Herbstkonzert in der fast ausverkauften Oberwürzbachhalle, Musikverein Hochscheid Reichenbrunn, MGV „Sangesfreunde 1868" e.V. Oberwürzbach und der Kirchenchor „Herz Jesu" Oberwürzbach. Der Reinerlös von DM 999,32 wurde vom Chorleiter auf DM 1.000,- aufgestockt und an die Saarbrücker Zeitung für soziale Einrichtungen übergeben.

 

1985

 

Der Chor beteiligte sich an verschiedenen Freundschaftssingen, Musikfesten in Oberwürzbach und Umgebung. Die schon zur Tradition gehörenden Feste, Dorffest, Waldfest und Rudelfest wurden durchgeführt. Sängerfahrt nach Oyten. Höhepunkte waren Besuche in Bremen, Hamburg und im Vogelpark Walsrode.

 

1986

 

Neben den traditionellen Festen stand das Jahr ganz in den Festvorbereitungen des 120-jährigen Bestehens. Die Sänger kehrten vom Bürger- und Vereinshaus zum Lokal Petermann zurück, nachdem die Stadt St. Ingbert dem Wunsch auf Ausstattung des Proberaumes mit Trophäen- und Kühlschrank abgelehnt hatte. Teilnahme am Wertungssingen in der Saarpfalzhalle in Ommersheim mit den Chören „Trösterin Musik" von Anton Bruckner und „Wie ist die Erde so schön" von Max Reger. Die Gutachter bescheinigten dem Chor eine gewisse mutige Leistung, die jedoch weiterentwickelt werden möchte, denn er verfügt über ein beachtliches Stimmenpotential und die nötige Begeisterung. Ehrenmitglied Heinrich Hauck wird zu Grabe getragen. Familienfahrt in die Pfalz nach Weinheim mit Besichtigung der Wachenburg. Der Reinerlös des Gemeinschaftskonzertes mit dem Kirchenchor und dem Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn in Höhe von DM 1.000,-- wurde wieder der SZ für ihre Aktion „Hilf mit" zur Verfügung gestellt. Eine Werbeaktion brachte einige neue Sänger, die Zahl der Aktiven erhöhte sich auf 40 Sänger.

 

1987

 

Die Sänger beteiligten sich als Seeleute auf einem Boot am Rosenmontagumzug unter dem Motto „Wir werden nicht untergehen". Die Sänger sind auf großer Fahrt nach Niedernsill/Österreich in der Nähe von Zell am See. Höhepunkte waren die Stadtbesichtigung von Salzburg, Stausee von Kaprun und die Krimmler Wasserfälle.